“Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter!”

“Oder nimm wenigstens die Clip-Ins raus!”

Gehört ihr zu denjenigen, die nicht gerade 3 mal “HIER” geschrieen haben, als die Haarfülle verteilt wurde?
Oder züchtet ihr seit 3 Millionen Jahren eine Mähne, die aber über eine Boblänge nicht hinaus will?
Die Lösung heißt nicht nur in der Promiwelt: Extensions.
Ob mit Bondings, Micro Rings, Tape oder sonstiger Klebemasse werden diese mehr oder weniger dauerhaft am Eigenhaar befestigt, um Länge, Fülle oder mit netzartigen Haarteilen sogar Oberkopfvolumen vorzutäuschen.
Das Problem bei diesen Techniken ist nur, dass die eigenen Haare nie ganz ohne Schäden davonkommen, da die Pflege der Zusatz-Haare nicht unbedingt einfach ist und viele sich nicht rechtzeitig von den Strähnen trennen können.
Es gibt aber eine schonendere, wenn auch kurzweiligere Methode, eine lange, volle Mähne oder Reflexe ohne Färben vorzutäuschen.
Das Zauberwort heißt Clip In Extensions – bei dieser bei weitem nicht neuen Methode werden mit winzigen Kämmchen versehene einzelne Tressen, sowas wie “Haare am Band”, oder ganze Haarteile im Eigenhaar befestigt.
Durch meine Berufserfahrung habe ich eine Technik entwickelt, wie man die Clip Ins sogar mehrere Tage am Stück ohne belastendes Toupieren und mit Haarspray verkleben tragen kann.
Da das ganze genauso an schütter gewordenen Perücken machbar ist, habe ich mich für die Demonstration für diese Möglichkeit entschieden.

Vorher: Die Perücke hat vor allem am Hinterkopf durch häufiges Waschen, Frisieren etc. gelitten.

Statt einzelner Tressen arbeite ich hier mit dem Echthaar-”Hairdo” von Jessica Simpson, deren Montur den Hinterkopfbereich ab etwa Hutlinie bis in den Nacken abdeckt.
Hairdo eignet sich wunderbar, um innerhalb von Sekunden die eigene Haarfülle zu verdoppeln.
Zuerst bestimmt man am Kopf den höchsten und im Nacken den tiefsten Punkt, an dem das Clip In eingesetzt werden soll.
Als nächstes teilt man mit großen Klammern an Seiten und Hinterkopf horizontal einen Scheitel ab.

Horizontaler Scheitel und Mittelpunktbestimmung

Wenn zwischendrin störende kürzere Haare herunterhängen, kann man diese mit kleinen Clips straff nach oben klemmen.
Nun beginnt man, am linken äußeren Punkt, der etwa auf Ohrhöhe liegt, parallel zu dem waagrechten Scheitel einen winzigen Zopf im Stil eines Französischen Zopfes entlang der Kopfhaut zu flechten, entweder so weit nach rechts, wie das Haarteil breit ist oder etwa bis zur Hinterkopfmitte
In diesem Falle wird ein weiterer Mini-Zopf nach dem gleichen Verfahren  von rechts nach links, ebenfalls bis zur Mitte geflochten.

2 winzige geflochtene Zöpfe als Basis zum Anclipsen

Schon hat man eine perfekte Basis für die Clip Ins geschaffen, um sie bombenfest und ansatznah zu befestigen.
Der mittlere Clip wird als erstes, nachfolgend die Seiten in die Zöpfchen geclipst.
Wer möchte, kann die im Nacken wiederholen, es reicht aber meist, die unteren Clipse im offenen Haar anzubringen.

Die Clips werden der Breite nach in den Zöpfchen verankert.

Für einzelne Tressen eignet sich diese Technik genauso, man muss nur für jede einzelne Tresse einen neuen Zopf flechten.
Hat man alle Clip Ins untergebracht, kann das hochgesteckte Deckhaar gelöst und Eigenhaar mit Extensions frisiert werden, um einen unsichtbaren Übergang zu schaffen.

Alle Clips sind mit dem Eigenhaar verbunden, das Deckhaar wird gelöst und mit den Clips Ins frisiert- fertig!

Noch ein kleiner Tip am Rande:
Frisch gekaufte Tressen sind oft zu “wuchtig”, das heißt, die Haare innerhalb der Tresse sind fast alle gleich lang.
Das führt am Kopf eines Menschen oft zum “Filzteppich-Effekt”, die Extensionshaare hängen leblos und knotig unter dem eigenen Deckhaar heraus.
Dem kann man Abhilfe schaffen, indem man sich mitsamt der Tressen zum Stylist seines Vertrauens begibt und den Fall der Zusatzhaare durch Slicen oder andere Ausdünntechniken soften lässt.
Auf diese Weise lässt sich auch die Kante verbergen, wo das Eigenhaar aufhört.

Hier das ganze noch einmal als Video:

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2 Replies to “Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter!”

  1. Andrea Horst sagt:

    Das ist eine tolle Anleitung, die man selber gut nacharbeiten kann,ohne dass das Ganze künstlich aussieht! Der Trick mit dem französischen Zopf ist wirklich klasse und lässt die kleinen Kämmchen gut halten!
    Muss ich mal nacharbeiten. Wie kommt man an die Tressen, die zu den Haaren passen?

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